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  VKM München
  The Short Century - 2001
   Mein Afrika - 2001
  Ägypten - 2001
  Ägypten - 2000
   Nubien - 2000











 



 

Am Beginn der Zeit - Ägypten in der Frühzeit     
... eine 6000 Jahre alte Entdeckung


Immer wieder ist der Kunstinteressierte verblüfft, wenn er darüber nachdenkt, dass sich in Ägypten mit der Reichsgründung eine Vielzahl weiterer erstaunlicher Dinge in kürzester Zeit zugetragen haben:
Nach nur 3 Jahrhunderten konnten die Ägypter nicht nur einen riesigen Staat verwalten, sie konnten lesen und schreiben, sie konnten Tausende von Sklaven dazu bewegen unglaubliche Mengen von Stein zu bewegen und die überragendsten Monumente des Altertums bauen. Sie konnten auch feinste Textilien, hochwertigen Schmuck und wertvolle Skulpturen herstellen, sie konnten genaueste Berechnungen durchführen und nicht nur das alljährliche Erscheinen des Nil-Hochwassers sondern auch jede Sonnenfinsternis vorhersagen.

Woher kam dieses Wissen?
 

Antwort auf diese Frage versucht die derzeitige Ausstellung in der Staatliche Sammlung Ägyptische Kunst zu geben.

Am Beginn der Zeit - so der Titel der Ausstellung - steht ein Ort in Oberägypten - Negade. Nach ihm wurde die vordynastische Zeit, die 0. Dynastie, Negadezeit genannt. Hier beginnt die Ausstellung - zeitlich gesehen - und endet mit der 3. Dynastie, dem alten Reich. Dann ist das "typisch Ägyptische" vorhanden, das wir kennen und lieben. Doch auch in der Zeit davor finden sich Formen, die gerade durch die starke Abstrahierung unglaublich anziehen, ja vielleicht sogar deshalb so modern wirken.

Stark vertreten ist in der Ausstellung das Motiv des Schiffs oder Bootes. Ungewöhnlich lebensnah wirken die Insassen und zeugen von einem Jenseitsglauben, der schon früh ausgeprägt war, denn diese Boote sind Grabbeigaben, Modelle für eine gute Überfahrt. Da der Nil der einzige Transportweg für die lange Wegstrecke von Negade (oder Assuan oder Meroe) bis zu seiner Mündung war, sind sie auch Machtsymbole. Sie berichten nicht nur von verschiedenen Transportmöglichkeiten z.B. im Krokodilsschiff, im Kajüt- oder Doppelkajütboot, sondern auch von der aufkommenden Lager- und Vorratshaltung.
Schließlich sind in der Ausstellung auch die Planken des wahrscheinlich ältesten Bootes der Welt zu sehen, aus der Zeit von 3000 v.Ch., d.h. aus der 1. Dynastie.

Mit der Lager- und Vorratshaltung sowie mit dem Staatswesen einher ging die Entwicklung der Schrift, auf die in der Ausstellung ebenfalls eingegangen wird. So kann u.a. die älteste Königstitulatur von Hor Aha bewundert werden.

Weltweit einmalig ist die Zusammenstellung der tierischen Plastik. Hier sind die ältesten ägyptischen Tierdarstellungen vereint. Zu ihnen gehört an erster Stelle ein Falke, der in seiner Form ganz reduziert ist. Eindrucksvoll ist auch der hockende Pavian, der Namer zuweisbar ist. Wie der eine das Leittier seiner Herde, ist der andere König unter Menschen. Schön ist der Löwe mit fletschendem Maul, der älteste Löwentyp. Die Kröte steht für den Beginn des Lebens, denn auch sie kommt aus dem Ursumpf. Zu nennen wären noch die großen Säugetiere, v.a. die Elefanten, die wir heute in Ägypten vermissen, und zwei Frösche aus kostbarem Bergkristall.

Diese Ausstellung wurde von den Veranstaltern bewußt so konzipiert, dass sie auch Besucher mit Kindern anspricht. Mit 170 Objekten, eingebettet in eine authentische Lehmziegelarchitektur und eine an Höhlenmalerei erinnernde Wandgestaltung, die Nachahmung eines Fürstengrabes aus Hierakonpolis, bietet sie zwar einerseits viel Information, ist aber in einer guten Stunde im Wesentlichen erfaßbar und damit spricht mit Sicherheit auch kleine Ägyptenfans an.

Genießen Sie also diese kultur- und kunstgeschichtliche Ausstellung vom Beginn der Zeit vor 6000 Jahren - in der Staatlichen Sammlung Ägyptische Kunst in München.








Fotografien: Barbara Schirpke
 
Als Bestandteile des offiziellen Millennium-Programms "Bayern 2000" wurden 2000 mehrere Ausstellungen zum Thema Ägypten in Koproduktion der Staatlichen Sammlung Ägyptischer Kunst München und des Ägyptischen Museums und der Papyrussammlung Berlin gezeigt:
Das Gold von Meroe - Nubien um Christi Geburt   Staatliche Sammlung Ägyptische Kunst, München
  Residenz, Hofgartenstraße
  8.4. - 1.10.2000

ergänzt durch die Ausstellung:
Nubien - Goldland der Pharaonen

  Zweigstelle der Staatlichen Sammlung Ägyptische Kunst
  Schloß Seefeld, Kreis Starnberg
  13.4. - Oktober 2000
   
Die Geburt des Individuums - Ägypten 2000 v.Ch.
  Residenz Würzburg
  Residenzplatz
  10.2. - 21.5.2000

erweitert mit der Ausstellung:
2000 v.Ch. - Leben im alten Ägypten

  Knauf-Museum Imphofen
  Am Marktplatz, Imphofen
  21.5. - 20.8.2000 
   

Am Beginn der Zeit - Ägypten 4000 v.Ch.

  Staatliche Sammlung Ägyptische Kunst, München
  Residenz, Hofgartenstraße
  ab 24.11.2000 - (25.2.2001) verlängert bis 22.4.2001
   
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