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Am Beginn der Zeit - Ägypten in der Frühzeit
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| ... eine 6000 Jahre alte Entdeckung | ||
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Woher kam dieses Wissen? |
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Antwort auf diese Frage versucht die derzeitige Ausstellung in der Staatliche Sammlung Ägyptische Kunst zu geben. Am Beginn der Zeit - so der Titel der Ausstellung - steht ein Ort in Oberägypten - Negade. Nach ihm wurde die vordynastische Zeit, die 0. Dynastie, Negadezeit genannt. Hier beginnt die Ausstellung - zeitlich gesehen - und endet mit der 3. Dynastie, dem alten Reich. Dann ist das "typisch Ägyptische" vorhanden, das wir kennen und lieben. Doch auch in der Zeit davor finden sich Formen, die gerade durch die starke Abstrahierung unglaublich anziehen, ja vielleicht sogar deshalb so modern wirken. Stark vertreten ist in der Ausstellung das Motiv des Schiffs oder Bootes.
Ungewöhnlich lebensnah wirken die Insassen und zeugen von einem Jenseitsglauben,
der schon früh ausgeprägt war, denn diese Boote sind Grabbeigaben,
Modelle für eine gute Überfahrt. Da der Nil der einzige Transportweg
für die lange Wegstrecke von Negade (oder Assuan oder Meroe) bis
zu seiner Mündung war, sind sie auch Machtsymbole. Sie berichten
nicht nur von verschiedenen Transportmöglichkeiten z.B. im Krokodilsschiff,
im Kajüt- oder Doppelkajütboot, sondern auch von der aufkommenden
Lager- und Vorratshaltung. Mit der Lager- und Vorratshaltung sowie mit dem Staatswesen einher ging die Entwicklung der Schrift, auf die in der Ausstellung ebenfalls eingegangen wird. So kann u.a. die älteste Königstitulatur von Hor Aha bewundert werden. Weltweit einmalig ist die Zusammenstellung der tierischen Plastik. Hier sind die ältesten ägyptischen Tierdarstellungen vereint. Zu ihnen gehört an erster Stelle ein Falke, der in seiner Form ganz reduziert ist. Eindrucksvoll ist auch der hockende Pavian, der Namer zuweisbar ist. Wie der eine das Leittier seiner Herde, ist der andere König unter Menschen. Schön ist der Löwe mit fletschendem Maul, der älteste Löwentyp. Die Kröte steht für den Beginn des Lebens, denn auch sie kommt aus dem Ursumpf. Zu nennen wären noch die großen Säugetiere, v.a. die Elefanten, die wir heute in Ägypten vermissen, und zwei Frösche aus kostbarem Bergkristall. Diese Ausstellung wurde von den Veranstaltern bewußt so konzipiert, dass sie auch Besucher mit Kindern anspricht. Mit 170 Objekten, eingebettet in eine authentische Lehmziegelarchitektur und eine an Höhlenmalerei erinnernde Wandgestaltung, die Nachahmung eines Fürstengrabes aus Hierakonpolis, bietet sie zwar einerseits viel Information, ist aber in einer guten Stunde im Wesentlichen erfaßbar und damit spricht mit Sicherheit auch kleine Ägyptenfans an. Genießen Sie also diese kultur- und kunstgeschichtliche Ausstellung vom Beginn der Zeit vor 6000 Jahren - in der Staatlichen Sammlung Ägyptische Kunst in München. |
Fotografien: Barbara Schirpke |
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| Als Bestandteile des offiziellen Millennium-Programms "Bayern 2000" wurden 2000 mehrere Ausstellungen zum Thema Ägypten in Koproduktion der Staatlichen Sammlung Ägyptischer Kunst München und des Ägyptischen Museums und der Papyrussammlung Berlin gezeigt: | ||
| Das Gold von Meroe - Nubien um Christi Geburt | Staatliche Sammlung
Ägyptische Kunst, München Residenz, Hofgartenstraße 8.4. - 1.10.2000 |
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ergänzt durch die Ausstellung: |
Zweigstelle der Staatlichen Sammlung Ägyptische
Kunst
Schloß Seefeld, Kreis Starnberg 13.4. - Oktober 2000 |
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| Die Geburt des Individuums - Ägypten 2000 v.Ch. |
Residenz Würzburg
Residenzplatz 10.2. - 21.5.2000 |
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erweitert mit der Ausstellung: |
Knauf-Museum Imphofen
Am Marktplatz, Imphofen 21.5. - 20.8.2000 |
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Am Beginn der Zeit - Ägypten 4000 v.Ch. |
Staatliche Sammlung
Ägyptische Kunst, München Residenz, Hofgartenstraße ab 24.11.2000 - (25.2.2001) verlängert bis 22.4.2001 |
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